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Dienstag, 6. Juni 2006
Umfrage über eure Haltung zum Glauben
asta, 04:44h
Schaut mal in die Rubrik "Umfragen" ;-)
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Sakrileg: Was wäre wenn...
asta, 03:55h
Mit Büchern ist das so eine Sache - entweder sie halten sich strikt an Fakten und werden nur von einer kleinen Zahl an interessierten Spezialisten gelesen, oder sie wollen hauptsächlich verkaufen und sammeln alles zusammen, was momentan angesagt ist.
Angesagt ist momentan vor allem eine wüste Mischung an Verschwörungen, alter Geschichte (möglichst aus dem Mittelalter), klaren Feindbildern und der großen Wahrheit, die selbstverständlich im Laufe der Geschichte unterdrückt und verfolgt wurde.
Dan Brown hat sich durch seine Bücher Illuminati und Sakrileg als Meister des Faches erwiesen.
Zugegeben: die großen Zusammenhänge seiner historischen, geschichtlichen und theologischen Darstellungen sind fast vollständig korrekt. Was er aber daraus zusammenmischt, bedient wenig mehr als den diffusen Hunger der Massen nach Enthüllungen und Sensationen.
Das Buch habe ich vor ungefähr zwei Jahren gelesen und fand es, na ja: nett und interessant, aber nicht weltbewegend. Gestern habe ich den Film gesehen, und ich bin positiv überrascht worden. Ein guter Thriller, spannend, teilweise sogar hintergründig, aber eben nicht mehr.
Was aber wäre, wenn er recht hat? Wenn also tatsächlich seit Jesus von Nazareth eine ununterbrochene Linie an direkten Nachkommen von "den wahren Gläubigen" versteckt, beschützt, behütet worden wäre als der berühmte Heilige Gral?
Ich frage mich ernsthaft, was sich für mich verändern würde. Ok: Jesus von Nazareth wäre also nichts weiter als ein Mensch, kein Gott. Die meisten Menschen, die ich kenne, sind ohnehin dieser Meinung. Wo liegt also der Skandal?
In der Tatsache, dass Millionen von Menschen seit 2000 Jahren bewusst getäuscht worden wären?
Ist das so? Oder ist die Christenheit von Anfang an dem Wunsch nach Transzendenz und Absolutheit aufgesessen? Haben die Päpste, Kardinäle und Geistlichen die christlichen Kirchen bewusst belogen und betrogen, unterdrückt und in die Irre geführt, oder sind sie ihrer eigenen Sehnsucht nach Sicherheit und "Erlösung" auf den Leim gegangen? Welche Konsequenzen hätte das alles?
Mich würde das nicht von der Notwendigkeit befreien, selbst zuzuhören, zu suchen und nachzufragen.
Von Dan Brown ist also keine Hilfe zu erwarten.
Viele Grüße
eure Asta
Angesagt ist momentan vor allem eine wüste Mischung an Verschwörungen, alter Geschichte (möglichst aus dem Mittelalter), klaren Feindbildern und der großen Wahrheit, die selbstverständlich im Laufe der Geschichte unterdrückt und verfolgt wurde.
Dan Brown hat sich durch seine Bücher Illuminati und Sakrileg als Meister des Faches erwiesen.
Zugegeben: die großen Zusammenhänge seiner historischen, geschichtlichen und theologischen Darstellungen sind fast vollständig korrekt. Was er aber daraus zusammenmischt, bedient wenig mehr als den diffusen Hunger der Massen nach Enthüllungen und Sensationen.
Das Buch habe ich vor ungefähr zwei Jahren gelesen und fand es, na ja: nett und interessant, aber nicht weltbewegend. Gestern habe ich den Film gesehen, und ich bin positiv überrascht worden. Ein guter Thriller, spannend, teilweise sogar hintergründig, aber eben nicht mehr.
Was aber wäre, wenn er recht hat? Wenn also tatsächlich seit Jesus von Nazareth eine ununterbrochene Linie an direkten Nachkommen von "den wahren Gläubigen" versteckt, beschützt, behütet worden wäre als der berühmte Heilige Gral?
Ich frage mich ernsthaft, was sich für mich verändern würde. Ok: Jesus von Nazareth wäre also nichts weiter als ein Mensch, kein Gott. Die meisten Menschen, die ich kenne, sind ohnehin dieser Meinung. Wo liegt also der Skandal?
In der Tatsache, dass Millionen von Menschen seit 2000 Jahren bewusst getäuscht worden wären?
Ist das so? Oder ist die Christenheit von Anfang an dem Wunsch nach Transzendenz und Absolutheit aufgesessen? Haben die Päpste, Kardinäle und Geistlichen die christlichen Kirchen bewusst belogen und betrogen, unterdrückt und in die Irre geführt, oder sind sie ihrer eigenen Sehnsucht nach Sicherheit und "Erlösung" auf den Leim gegangen? Welche Konsequenzen hätte das alles?
Mich würde das nicht von der Notwendigkeit befreien, selbst zuzuhören, zu suchen und nachzufragen.
Von Dan Brown ist also keine Hilfe zu erwarten.
Viele Grüße
eure Asta
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Da stehe ich nun, ich armer Tor...
asta, 03:32h
Herzlich willkommen in meinem neuen Blog - zuerst mal muss ich wohl mich selbst begrüßen. Sonst ist ja noch niemand da ;-)
Ich möchte hier den Versuch starten, so etwas wie eine moderne Gläubigkeit oder Spiritualität ohne Religion zu definieren. Nein, definieren ist eindeutig das falsche Wort. Ich möchte sie wirklich leben, ausprobieren, Tag für Tag.
Den Anlass zu diesem Projekt gibt mir meine alte und bis heute offene Frage, wie sich eigentlich der Glaube an Gott auf uns Menschen auswirken würde, wenn es keine Kirche gäbe, keine Religionen oder Glaubensgebäude, die uns vorschreiben, was wir zu glauben haben. Die es zumindest versuchen und die einen wichtigen Anlass dafür gegeben haben, dass sich Menschen seit Jahrtausenden gegenseitig die Köpfe einschlagen.
Ich persönlich kann mir ein Leben ohne Spiritualität überhaupt nicht vorstellen. Gott, eine Höchste Macht, irgend etwas Absolutes ist für mich eine Selbstverständlichkeit, ich empfinde ihn/sie/es als wesentlichen Teil meines Lebens. Sobald ich aber damit anfangen, mich mit Religionen auseinanderzusetzen, wird es schwierig.
Früher war ich kirchlich sehr aktiv. Ich bin katholisch aufgewachsen und habe Theologie studiert. Nicht zuletzt durch mein Studium habe ich für mich die (zunächst sehr schmerzliche) Erfahrung gemacht, dass der "katholische Gott" für mich nicht Gott ist. Ich sehe in den Religionen heute mögliche Zugangsweisen zu dieser "letzten Wirklichkeit", aber wenn Gott wirklich Gott ist, kann man ihn doch nicht in einer einzigen Religion finden...
Die letzten Jahre habe ich diese Frage mehr oder weniger ständig mit mir herumgetragen und in alle Richtungen bewegt. Ich komme hier nicht weiter.
Ich stelle mir eine Spiritualität vor, die davon ausgeht, dass Gott jenseits der Religion steht, dass man sowohl in einer bestimmten Religion als auch ohne jede Religion in der Lage ist, mit dieser "letzten Wirklichkeit" in Kontakt zu bleiben.
Aber, Freunde: wie sieht das praktisch aus?
Für mich werde ich dieses Tagebuch führen und freue mich auf Kommentare eurerseits. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wohin dieser Weg führt. Ein Grund mehr, nicht auf die Reise zu machen... ;-)
Viele Grüße
eure Asta
Ich möchte hier den Versuch starten, so etwas wie eine moderne Gläubigkeit oder Spiritualität ohne Religion zu definieren. Nein, definieren ist eindeutig das falsche Wort. Ich möchte sie wirklich leben, ausprobieren, Tag für Tag.
Den Anlass zu diesem Projekt gibt mir meine alte und bis heute offene Frage, wie sich eigentlich der Glaube an Gott auf uns Menschen auswirken würde, wenn es keine Kirche gäbe, keine Religionen oder Glaubensgebäude, die uns vorschreiben, was wir zu glauben haben. Die es zumindest versuchen und die einen wichtigen Anlass dafür gegeben haben, dass sich Menschen seit Jahrtausenden gegenseitig die Köpfe einschlagen.
Ich persönlich kann mir ein Leben ohne Spiritualität überhaupt nicht vorstellen. Gott, eine Höchste Macht, irgend etwas Absolutes ist für mich eine Selbstverständlichkeit, ich empfinde ihn/sie/es als wesentlichen Teil meines Lebens. Sobald ich aber damit anfangen, mich mit Religionen auseinanderzusetzen, wird es schwierig.
Früher war ich kirchlich sehr aktiv. Ich bin katholisch aufgewachsen und habe Theologie studiert. Nicht zuletzt durch mein Studium habe ich für mich die (zunächst sehr schmerzliche) Erfahrung gemacht, dass der "katholische Gott" für mich nicht Gott ist. Ich sehe in den Religionen heute mögliche Zugangsweisen zu dieser "letzten Wirklichkeit", aber wenn Gott wirklich Gott ist, kann man ihn doch nicht in einer einzigen Religion finden...
Die letzten Jahre habe ich diese Frage mehr oder weniger ständig mit mir herumgetragen und in alle Richtungen bewegt. Ich komme hier nicht weiter.
Ich stelle mir eine Spiritualität vor, die davon ausgeht, dass Gott jenseits der Religion steht, dass man sowohl in einer bestimmten Religion als auch ohne jede Religion in der Lage ist, mit dieser "letzten Wirklichkeit" in Kontakt zu bleiben.
Aber, Freunde: wie sieht das praktisch aus?
Für mich werde ich dieses Tagebuch führen und freue mich auf Kommentare eurerseits. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wohin dieser Weg führt. Ein Grund mehr, nicht auf die Reise zu machen... ;-)
Viele Grüße
eure Asta
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